Welche besonderen Stärken zeichnen das Kompetenzzentrum Inklusive Bildung Sachsen-Anhalt (KIB) aus? Was macht seine Arbeit unverzichtbar? Und wie können wir unsere Wirkung künftig noch deutlicher sichtbar machen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Mitglieder unseres Beirats bei ihrer Sitzung am 7. Oktober 2026. Neben der inhaltlichen Weiterentwicklung des KIB nahm auch die aktuelle politische Situation in Sachsen-Anhalt einen wichtigen Platz im gemeinsamen Austausch ein.
Besondere Stärken erkennen und sichtbar machen
Unter dem Arbeitstitel „Was macht das KIB unverzichtbar? – Wirkung und Profil schärfen“ waren die Beiratsmitglieder eingeladen, unsere Arbeit aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Dabei standen drei Fragen im Mittelpunkt: Warum braucht Sachsen-Anhalt das KIB? Was können wir, was andere Akteur nicht oder nicht in dieser Form leisten können? Und worin liegt aus Sicht Außenstehender unsere eigentliche Stärke?
In der gemeinsamen Arbeitsphase entstand ein vielfältiges Bild der besonderen Kompetenzen und des gesellschaftlichen Mehrwerts unserer Arbeit.
Besonders deutlich wurde, dass die Stärke des KIB in der Authetizität des gesamten Teams liegt: Unsere Bildungsfachkräfte bringen ihre Perspektiven als Menschen mit Behinderungen unmittelbar in die Bildungsarbeit ein. Hinzu kommen die methodisch-didaktische Kompetenz des gesamten Teams, langjährige Kooperationen und ein breit aufgestelltes Netzwerk. Besonders hervorgehoben wurde auch die Rolle des KIB als verbindender Akteur zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen – von Bildung und Wissenschaft über Verwaltung und Wirtschaft bis hin zur Politik.
Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Vorbildfunktion des KIB: Inklusion ist bei uns nicht nur Gegenstand der Bildungsarbeit, sondern wird durch die Beschäftigung und professionelle Tätigkeit von Menschen mit Behinderungen unmittelbar praktiziert.
Politische Entwicklungen: Sorgen und Handlungsbedarf
Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die aktuelle politische Entwicklung in Sachsen-Anhalt. Im gemeinsamen Austausch wurden Sorgen darüber deutlich, welche Auswirkungen zukünftige politische Entscheidungen auf die Rahmenbedingungen für Inklusion, gesellschaftliche Teilhabe und die langfristige Sicherung entsprechender Angebote haben könnten.
Dabei ging es auch um die Frage, wie sich das KIB angesichts möglicher Veränderungen frühzeitig und nachhaltig positionieren kann.
Die Diskussion machte deutlich, dass die gesellschaftliche Bedeutung inklusiver Bildungsarbeit nicht als selbstverständlich vorausgesetzt werden kann. Umso wichtiger ist es, ihre Wirkung nachvollziehbar darzustellen und sichtbar zu machen, welchen Beitrag das KIB für die Bildungslandschaft und die gesellschaftliche Teilhabe in Sachsen-Anhalt leistet.
Auch die Bedeutung verlässlicher Strukturen, langfristiger Perspektiven und tragfähiger Netzwerke wurde in diesem Zusammenhang hervorgehoben. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, welcher Handlungsbedarf sich aus den politischen Entwicklungen ergibt und wie bestehende Kontakte und Kooperationen genutzt werden können, um die Interessen und Anliegen des KIB auch künftig einzubringen.
Wertvolle Impulse für die weitere Arbeit
Die Ergebnisse der Arbeitsphase und die anschließende politische Diskussion haben uns zahlreiche Anregungen für die weitere Entwicklung des KIB geliefert.
Eine zentrale Erkenntnis des Treffens: Die besondere Qualität unserer Arbeit entsteht nicht durch einen einzelnen Aspekt, sondern durch das Zusammenspiel von persönlicher Expertise, professioneller Bildungsarbeit, gelebter Inklusion und einer starken Vernetzung mit gesellschaftlichen Akteur.
Für die kommende Zeit nehmen wir uns deshalb insbesondere vor, unser Profil weiter zu schärfen, die Wirkung unserer Bildungsarbeit noch deutlicher herauszustellen und unsere bestehenden Netzwerke gezielt zu stärken.
Gerade mit Blick auf die politischen Herausforderungen zeigt sich, wie wertvoll ein Beirat ist, der unterschiedliche Erfahrungen, Kompetenzen und Perspektiven zusammenbringt, kritisch nachfragt und die Weiterentwicklung des KIB begleitet.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Beiratsmitgliedern für den offenen, engagierten und konstruktiven Austausch. Die vielfältigen Beiträge, die wertvollen Rückmeldungen und das gemeinsame Nachdenken über die Zukunft des KIB haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig dieser regelmäßige Dialog für unsere Arbeit ist.