Sommerfest, Open Campus und Kinderuni: Das KIB im vollen Einsatz

Gleich drei Veranstaltungen fanden vergangene Woche am h2-Campus in Stendal statt. Das KIB war mittendrin.

Vier KIB-Mitarbeiter*innen stehen auf dem Außengelände der Hochschule vor einem Pavillon.

Fiene Herkula, Jasmin Müller, Christian Ebeling und Andreas Engel am KIB-Pavillon beim Open Campus der Hochschule Magdeburg-Stendal

In der vergangenen Woche war auf dem Campus Stendal der Hochschule Magdeburg-Stendal viel los. Beim Sommerfest, beim Open Campus und bei der Kinder-Uni kamen Besucher*innen unterschiedlichen Alters auf den Campus, um Hochschule zu erleben, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Perspektiven kennenzulernen. Auch das Kompetenzzentrum Inklusive Bildung Sachsen-Anhalt war an mehreren Stellen beteiligt.

Bereits am Mittwoch war das KIB beim Sommerfest der Hochschule vertreten. Bei sommerlichem Wetter kamen zahlreiche Besucher*innen auf den Campus. Besonders viele Kinder nutzten die Gelegenheit, die Mitmachangebote am Stand des KIB auszuprobieren.

Im Mittelpunkt stand dabei ein spielerischer Perspektivwechsel. Über ein Glücksrad gelangten die Besucher*innen zu verschiedenen Stationen. Dort konnten sie unter anderem puzzeln, werfen, fühlen oder einen Rollstuhlparcours bewältigen – jeweils unter Bedingungen, die eine Hör-, Seh- oder Mobilitätseinschränkung erfahrbar machten. Die Besucher*innen waren mit großer Begeisterung dabei und ließen sich neugierig auf die unterschiedlichen Aufgaben ein.

Großen Zuspruch fand auch der Rollstuhlparcours, bei dem viele Teilnehmende versuchten, die Strecke in Bestzeit zu absolvieren. Dabei wurde auf praktische Weise deutlich, wie anspruchsvoll Wege und enge Stellen oder Richtungswechsel sein können, wenn man auf einen Rollstuhl angewiesen ist.

Erfreulich war in diesem Jahr außerdem, dass an einigen Pavillons Rampen angebracht waren. Das war im vergangenen Jahr noch nicht der Fall und zeigt, dass Barrierefreiheit auf dem Campus Schritt für Schritt stärker mitgedacht wird.

Am Samstag öffnete die Hochschule beim Open Campus ihre Türen für Studieninteressierte, Familien und alle, die mehr über das Studieren in Magdeburg und Stendal erfahren wollten. An Infoständen, bei Campusrundgängen und in Sofa-Talks konnten Fragen rund um Studienangebote, Campusleben und den Weg ins Studium gestellt werden. Der Open Campus machte sichtbar, wie vielfältig Hochschule ist und wie wichtig persönliche Begegnungen sind, wenn junge Menschen Orientierung für ihre Zukunft suchen.

Ebenfalls am Samstag fand die Kinder-Uni Stendal statt, die gemeinsam von der Hochschule Magdeburg-Stendal und der Winckelmann-Gesellschaft veranstaltet wird. Eingeladen waren Kinder zwischen acht und zwölf Jahren, die wie große Studierende mit eigenem Studierendenausweis an Vorlesungen im Audimax teilnehmen konnten.

Neben einem Vortrag zum Kolosseum in Rom und den Gladiatorenkämpfen im Alten Rom stand auch das Thema Inklusion auf dem Programm. Unter dem Titel „Viele Köpfe, bunter Plan – wie jedes Kind gut lernen kann! Wie geht Inklusion?“ gaben Bildungsfachkräfte des Kompetenzzentrums Inklusive Bildung als Expert*innen in eigener Sache Einblicke in unterschiedliche Formen von Behinderung, Barrieren im Alltag und die Bedeutung von Inklusion.

In einfacher Sprache berichteten sie von eigenen Erfahrungen mit Hindernissen und Barrieren im Schulalltag und kamen mit den Kindern darüber ins Gespräch, was Lernen für alle Kinder gerechter machen kann. Gemeinsam wurden konkrete Beispiele gesammelt: respektvolle Kommunikation, eine barrierefreie Umgebung, passende Hilfsmittel sowie unterschiedliche Angebote für gemeinsames oder individuelles Lernen.

Die Veranstaltungen auf dem Campus Stendal haben gezeigt, wie wertvoll solche Begegnungen sind. Ob beim Ausprobieren am Sommerfeststand, im Gespräch mit Studieninteressierten oder in der Kinder-Uni: Inklusion wird besonders dann verständlich, wenn Menschen miteinander sprechen, Fragen stellen und Erfahrungen teilen.

Das KIB bedankt sich bei allen Besucher*innen für das Interesse, die Offenheit und die vielen guten Gespräche sowie bei den Studierenden und allen Beteiligten für die gelungene Organisation der Veranstaltungen.