Jobshadowing in Neubrandenburg: Neue Eindrücke und wertvoller Austausch

Beim dreitägigen Jobshadowing in Neubrandenburg sammelten zwei Kolleg:innen aus dem KIB neue Eindrücke, hospitierten in Seminaren und tauschten sich intensiv mit dem Team des ZeVI M-V über Arbeitsweisen, Teamstrukturen und inklusive Bildungsarbeit aus.

6 Personen stehen vor einem Tor. 2 Personen sitzen in einem Rollstuhl.

Auch ein Stadtrundgang durfte nicht fehlen: Wiebke Göbel (links) und Sven Gräbner (3.v.l.) mit 4 Kolleg*innen aus dem ZeVI. Foto: Erdmute Finning

Wie arbeiten Bildungsfachkräfte an anderen Standorten? Welche Themen setzen sie in ihren Seminaren um? Und was kann man voneinander lernen?

Diesen Fragen gingen KIB-Bildungsfachkraft Sven Gräbner und Wiebke Göbel, pädagogische Leitung am KIB, bei einem dreitägigen Jobshadowing am Zentrum für Vielfalt und Inklusion Mecklenburg-Vorpommern (ZeVI M-V) an der Hochschule Neubrandenburg nach. Das ZeVI ist einer von sieben Standorten in Deutschland, an denen Bildungsfachkräfte für Inklusion qualifiziert wurden und in der Lehre aktiv sind.

Nach der Anreise begann der erste gemeinsame Tag mit einem Rundgang über den Campus und durch die Räumlichkeiten des ZeVI. Das Team vor Ort gab direkte Einblicke in den Arbeitsalltag der Bildungsfachkräfte. Dabei ging es nicht nur um Seminarinhalte, sondern auch um praktische Fragen: Wie werden Seminare vorbereitet? Wie organisiert sich das Team? Und wie läuft die Zusammenarbeit im Arbeitsalltag? 

Hospitiert wurde außerdem in einem Seminar zum Thema „Vielfalt in der Pädagogik“. Die Bildungsfachkräfte berichteten dort über ihre eigenen Erfahrungen zum Thema Selbstbestimmung in Schule, Kindheit und Arbeitsleben. Besonders spannend war zu erleben, wie unterschiedlich Bildungsarbeit gestaltet werden kann und welche Methoden die Kolleg:innen einsetzen.

Am zweiten Tag stand die interne Arbeitsorganisation im Mittelpunkt. Während einer Dienstberatung wurden kommende Seminare geplant und Inhalte abgestimmt. Eindruck hinterließ vor allem die enge Zusammenarbeit innerhalb des Teams. Materialien wurden gemeinsam gelesen, besprochen und gegenseitig korrigiert. Auch die unterschiedlichen Arbeitsweisen innerhalb des Teams wurden sichtbar. So arbeitet Bildungsfachkraft Julia Kilb unter anderem mit einem Tablet mit Sprachausgabe, das sie als wichtiges Kommunikations- und Arbeitsmittel nutzt. Darüber kann sie unterstützt kommunizieren und eigenständig Inhalte für ihre Seminare vorbereiten.

Am Mittwoch nahmen die beiden schließlich an einem Seminar zum Thema sensible Sprache teil. Gemeinsam mit Auszubildenden aus unterschiedlichen Bereichen setzten sich die Bildungsfachkräfte mit Sprache, persönlichen Erfahrungen und gesellschaftlichen Bildern auseinander.

Als besonders wertvoll wurde rückblickend der starke Zusammenhalt innerhalb des Teams wahrgenommen. Die gegenseitige Unterstützung und die gemeinsame Vorbereitung der Seminare hinterließen bleibenden Eindruck: „Was ich aus diesen drei Tagen mitnehme, ist vor allem der Zusammenhalt der Kolleg*innen und ihre gemeinsame Ausarbeitung der Seminare. Sie unterstützen sich gegenseitig und arbeiten sehr eng zusammen“, fasst Sven Gräbner seine Eindrücke zusammen.

Das Kompetenzzentrum Inklusive Bildung Sachsen-Anhalt bedankt sich herzlich beim Team des ZeVI M-V für die offene Aufnahme, den intensiven Austausch und die spannenden Einblicke in ihre Arbeit.